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Autobahn Abstandsblitzer Messstelle Abstandsblitzer A96 bei Memmingen, Richtung Lindau auf der A 96
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Abstandsblitzer A96 bei Memmingen, Richtung Lindau

A 96Bayern • km 1.420 (Abschnitt 400)

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Verkehrsrecht-Redaktion

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Zuletzt aktualisiert

27. September 2024

Standort Details

Abstandsblitzer A96 bei Memmingen, Richtung Lindau

A 96, KM 1.420 (Abschnitt 400).
Präzise Ortung am angegebenen Bauwerk.

insights

Analyse Abstandsblitzer A96 bei Memmingen, Richtung Lindau

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Auf einen Blick: VKS 4.5 bei km 1.420 (Abschnitt 400)

  • check_circleMessung erfolgt von einer Brücke mit dem Video-System VKS 4.5.
  • check_circleHohes Verkehrsaufkommen am nahen Autobahnkreuz Memmingen (A7/A96) erhöht das Risiko für unverschuldetes dichtes Auffahren durch Einscherer.
  • check_circleJe nach Sonnenstand kann der Brückenschatten die Fahreridentifikation auf dem Blitzerfoto erschweren.
  • check_circleDie komplexe, manuelle Auswertung der Videosequenz durch Beamte ist eine bekannte Fehlerquelle für einen erfolgreichen Einspruch.

Abstandsblitzer auf der A96 bei Memmingen in Fahrtrichtung Lindau bei km 1.420

Auf der Bundesautobahn 96, kurz vor dem Autobahnkreuz Memmingen in Fahrtrichtung Lindau, befindet sich bei Kilometer 1.420 im Abschnitt 400 eine der bekanntesten und aktivsten Anlagen zur Abstandsmessung in Bayern. Dieser Blitzer dient der Überwachung des Sicherheitsabstands und ist für viele Pendler und Reisende in Richtung Bodensee und Schweiz eine bekannte Messstelle. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens, insbesondere im Berufsverkehr und zur Urlaubszeit, ist die Einhaltung des korrekten Sicherheitsabstands hier von entscheidender Bedeutung, um Auffahrunfälle zu vermeiden.

Lokaler Kontext und Unfallgeschehen am Blitzer A96 Memmingen

Der Abschnitt der A96 im Bereich Memmingen ist ein strategisch wichtiger Verkehrsknotenpunkt, an dem die A7 gekreuzt wird. Die Verkehrsdichte ist hier überdurchschnittlich hoch, was regelmäßig zu Kolonnenbildung und stockendem Verkehr führt. Genau in solchen Situationen kommt es häufig zu gefährlichen Unterschreitungen des Sicherheitsabstands. Polizeimeldungen und regionale Nachrichten berichten immer wieder von Auffahrunfällen in diesem Bereich, die auf zu dichtes Auffahren zurückzuführen sind. Besonders bei Nässe oder plötzlich auftretendem Glatteis, wie es in der Vergangenheit bereits zu Massenkarambolagen führte, wird ein unzureichender Abstand schnell zur fatalen Gefahr. Die feste Installation des Abstandsblitzers an dieser Stelle ist eine direkte Reaktion der Behörden auf das lokale Unfallgeschehen und soll präventiv für mehr Sicherheit sorgen.

Technik und Funktionsweise des Messgeräts VKS 4.5

An diesem Standort kommt das Messsystem VKS 4.5 (Verkehrs-Kontroll-System) der Firma VIDIT Systems GmbH zum Einsatz. Es handelt sich hierbei um eine Brückenabstandsmessung. Das System funktioniert rein videobasiert und misst nicht aktiv die Geschwindigkeit, sondern ermittelt sie indirekt. Hochauflösende Kameras, die auf einer Brücke über der Fahrbahn montiert sind, zeichnen den Verkehr über eine längere, genau definierte Messstrecke auf. Auf der Fahrbahn sind weiße Referenzlinien (Passpunkte) markiert. Die Auswertung erfolgt nachträglich durch geschulte Messbeamte. Anhand der Zeit, die ein Fahrzeug benötigt, um von einer Linie zur nächsten zu gelangen, berechnet die Software dessen exakte Geschwindigkeit. Gleichzeitig wird der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug in Metern ermittelt und ins Verhältnis zur Geschwindigkeit gesetzt. Die Faustregel lautet hier: Der Sicherheitsabstand sollte mindestens dem halben Tachowert in Metern entsprechen. Wird ein Verstoß festgestellt, wird die gesamte Videosequenz als Beweismittel gesichert und ein hochauflösendes Foto des Fahrers erstellt.

Bekannte Schwachstellen und juristische Angriffspunkte

Obwohl das VKS 4.5 als standardisiertes Messverfahren gilt, ist die Fehleranfälligkeit in der Praxis nicht zu unterschätzen. Eine anwaltliche Prüfung von Bußgeldbescheiden, die von diesem Blitzer stammen, ist oft erfolgreich. Ein häufiger Ansatzpunkt für einen Einspruch ist die Komplexität der Auswertung. Experten-Einblicke zeigen, dass die Beweisführung stark von der korrekten Handhabung durch den auswertenden Beamten abhängt. Ein subtiler, aber juristisch relevanter Punkt ist die Frage, ob bei der Auswertung wirklich die für den Fahrer günstigste Messung innerhalb der gesamten Videosequenz herangezogen wurde. Insbesondere im dichten Pendlerverkehr rund um Memmingen kann das sogenannte „Einscherer-Problem“ auftreten. Schert ein Fahrzeug knapp vor dem gemessenen Pkw ein, verkürzt sich der Sicherheitsabstand unverschuldet und plötzlich. Zwar geben die Messprotokolle oft pauschal an, ein Einscheren sei nicht erkennbar gewesen, eine genaue Analyse des Beweisvideos durch einen Sachverständigen kann hier jedoch oft das Gegenteil belegen, da die Videoaufzeichnung idealerweise eine Strecke von mindestens 300 Metern vor der eigentlichen Messlinie lückenlos dokumentieren muss, um solche Fahrmanöver sicher auszuschließen. Fehlt diese lückenlose Aufzeichnung, ist die Messung angreifbar.

Ein weiterer, oft übersehener Aspekt betrifft die Fahreridentifikation. Die Videokameras sind auf einer Brücke montiert. Je nach Sonnenstand und Tageszeit kann der dadurch entstehende Schattenwurf der Brücke genau in dem Moment, in dem das entscheidende Foto des Fahrers entsteht, dessen Gesicht verdecken oder so stark kontrastieren, dass eine zweifelsfreie Identifizierung unmöglich wird. Dies stellt einen wesentlichen Ansatzpunkt für einen Einspruch dar. Schließlich ist die korrekte Kalibrierung der Anlage von enormer Bedeutung. Die weißen Referenzlinien auf der Fahrbahn müssen exakt eingemessen sein. Durch Witterungseinflüsse und Abnutzung können diese Markierungen verblassen oder ihre Geometrie verändern, was zu Messungenauigkeiten führen kann. Eine veraltete oder fehlerhafte Eichung des Systems ist ebenfalls ein stichhaltiger Grund für einen erfolgreichen Einspruch.

Bußgelder bei Abstandsverstößen (Stand 2026)

Die Sanktionen für einen zu geringen Sicherheitsabstand sind streng und hängen von der gefahrenen Geschwindigkeit ab. Ein Fahrverbot droht bereits bei geringeren Verstößen.

Bei Geschwindigkeit unter 100 km/h:

Verstoß Bußgeld Punkte
Abstand weniger als vorgeschrieben 35 € 0

Bei Geschwindigkeit über 100 km/h:

Abstand in Relation zum halben Tachowert Bußgeld Punkte Fahrverbot
weniger als 5/10 100 € 1 -
weniger als 4/10 180 € 1 -
weniger als 3/10 240 € 2 1 Monat
weniger als 2/10 320 € 2 2 Monate
weniger als 1/10 400 € 2 3 Monate

Einspruch prüfen lassen: Eine lohnende Überlegung

Sollten Sie einen Anhörungsbogen oder Bußgeldbescheid von der Zentralen Bußgeldstelle in Viechtach aufgrund einer Messung an diesem Abstandsblitzer erhalten haben, ist eine genaue Prüfung der Umstände ratsam. Wie dargelegt, ist das Messverfahren VKS 4.5 anfällig für Fehler, die ein Laie kaum erkennen kann. Die Beauftragung eines auf Verkehrsrecht spezialisierten Anwalts kann sich lohnen. Dieser kann Akteneinsicht beantragen und das gesamte Beweismaterial, insbesondere das Messvideo und das Eichprotokoll, durch einen technischen Sachverständigen prüfen lassen. Oftmals finden sich hierbei formelle oder technische Fehler, die zu einer Einstellung des Verfahrens oder einer deutlichen Reduzierung der Strafe führen können. Insbesondere wenn ein Fahrverbot droht, sollten Sie diese Möglichkeit in Betracht ziehen.

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So sieht der Bescheid aus

Wenn Sie an dieser Stelle geblitzt wurden, erhalten Sie in der Regel folgendes Schreiben der Bußgeldstelle. Vergleichen Sie die Daten im sogenannten VKS-Muster-Bescheid:

Zentrale Bußgeldstelle

Polizeipräsidium Bayern

MUSTER-BESCHEID

Anhörung im Bußgeldverfahren

Sehr geehrte(r) Herr/Frau [MUSTERNAME],

Ihnen wird zur Last gelegt, am [TT.MM.JJJJ] um [HH:MM] Uhr in Memmingen, A 96, km 1.420 (Abschnitt 400), Fahrtrichtung Fahrtrichtung Lindau als Führer des PKW [AB-CD 123] folgende Ordnungswidrigkeit begangen zu haben:

Sie hielten bei einer Geschwindigkeit von [123] km/h den erforderlichen Abstand von [XX,XX] m zum vorausfahrenden Fahrzeug nicht ein. Ihr Abstand betrug [YY,YY] m und damit weniger als [X/10] des halben Tachowertes. Toleranzen sind zu Ihren Gunsten berücksichtigt.

§ 4 Abs. 1, § 49 StVO; § 24 Abs. 1, 3 Nr. 5 StVG; 12.6.2 BKat

Beweismittel: Foto, VKS 4.5 Messung / [2025-XX-YY_Aktenzeichen]

Zeuge: [Name des Beamten], Verkehrspolizeiinspektion Bayern

Nach § 55 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) wird Ihnen hiermit Gelegenheit gegeben, zu dem Vorwurf Stellung zu nehmen. Es steht Ihnen frei, sich zu der Beschuldigung zu äußern oder nicht zur Sache auszusagen.

Sie sind aber in jedem Fall - auch wenn Sie die Ordnungswidrigkeit nicht begangen haben - verpflichtet, den Anhörungsbogen zu berichtigen oder zu vervollständigen, jedoch nur, soweit diese Angaben unrichtig oder unvollständig sind (§ 46 Abs. 1 OWiG i.V.m. § 163 b StPO). Die Verletzung dieser Pflicht ist nach § 111 OWiG mit Geldbuße bedroht. Der Anhörungsbogen ist innerhalb einer Woche ab Zugang dieses Schreibens zurückzusenden.

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Zuständige Behörde

Für die behördliche Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten am Blitzer Abstandsblitzer A96 bei Memmingen, Richtung Lindau ist in der Regel folgende Verwaltungsstelle zuständig:

location_city Postanschrift

Zentrale Bußgeldstelle im Bayerischen Polizeiverwaltungsamt
Mönchshofstraße 43, 94234 Viechtach

contact_support Erreichbarkeit

  • phone+49 9942 952-580
  • languagehttps://www.polizei.bayern.de/
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Bußgeldrechner

Zu erwartende Strafe (Katalog 2024):

Bußgeld100
Punkte1
FahrverbotKeins

*Alle Angaben ohne Gewähr. Zzgl. 28,50 € Verwaltungsgebühr. Ein Einspruch kann sich besonders bei Messverfahren wie VKS 3.0 lohnen.

Häufige Fragen (FAQ)

Die wichtigsten und juristisch relevanten Antworten rund um den Abstandsblitzer Abstandsblitzer A96 bei Memmingen, Richtung Lindau.

Ja, gerade an Messstellen wie hier auf der A 96 (bei km 1.420 (Abschnitt 400)) passieren bei Systemen wie dem VKS 4.5 häufig Fehler. Oft sind Referenzlinien durch Abnutzung nicht mehr aktuell kalibriert oder das Beweisfoto ist durch lokale Lichtverhältnisse weichgezeichnet. Eine rechtliche Prüfung deckt solche Verfahrensfehler auf und kann vor einem Fahrverbot bewahren.
Nach Zustellung des endgültigen Bußgeldbescheides der Behörde haben Sie exakt 14 Tage (zwei Wochen) Zeit, um form- und fristgerecht Einspruch einzulegen. Nach Verstreichen dieser Frist wird der Bescheid rechtskräftig und das Bußgeld muss gezahlt werden.
Allerdings. Bei der Auswertung der polizeilichen Videoaufnahmen wird zu Ihren Gunsten eine Toleranz vom gemessenen Abstand und der Geschwindigkeit abgezogen. Dies beträgt in der Regel 5% der gemessenen Geschwindigkeit, mindestens aber 5 km/h.
Ein klassisches Problem, extrem typisch im dichten Verkehr auf der A 96: Wenn ein drittes Fahrzeug kurz vor dem Überwachungsbereich unerwartet vor Ihnen einschert, verringert sich Ihr Abstand unverschuldet drastisch. Da das Blitzer-System eine über 300 Meter relativ konstante Abstands-Unterschreitung nachweisen muss, ist ein "Einscherer" einer der erfolgreichsten juristischen Einspruchsgründe.
gavel
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Tipp zur Einspruchsprüfung

Das "Einscherer-Problem"

Oft entsteht ein zu geringer Abstand nicht durch eigenes Verschulden, sondern durch ein Fahrzeug, das kurz vor der Messstelle knapp einschert. Das VKS 3.0 muss eine Strecke von ca. 300m lückenlos dokumentieren. Wenn der Sicherheitsabstand erst durch einen Dritten unterschritten wurde, ist der Bußgeldbescheid oft anfechtbar.

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Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr. Für rechtliche Beratung wenden Sie sich an einen Fachanwalt für Verkehrsrecht.
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