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Autobahn Abstandsblitzer Messstelle Abstandsblitzer A9 bei Himmelkron (Brückenmessung) auf der A9
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Abstandsblitzer A9 bei Himmelkron (Brückenmessung)

A9Bayern • km Abschnitt 280, km 3.990

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Verkehrsrecht-Redaktion

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Zuletzt aktualisiert

24. Mai 2021

Standort Details

Abstandsblitzer A9 bei Himmelkron (Brückenmessung)

A9, KM Abschnitt 280, km 3.990.
Präzise Ortung am angegebenen Bauwerk.

insights

Analyse Abstandsblitzer A9 bei Himmelkron (Brückenmessung)

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Auf einen Blick: VKS 3.0 / VKS 4.5 (Videokontrollsystem) bei km Abschnitt 280, km 3.990

  • check_circleStandort: A9, Brückenmessung bei Himmelkron (km 3.990), Fahrtrichtung München.
  • check_circleProblemzone: Hohes Verkehrsaufkommen erhöht Risiko für unverschuldete Abstandsunterschreitung durch plötzliches Einscheren anderer Fahrzeuge.
  • check_circleEinspruchs-Chance: Schattenwurf der Brücke kann zur fehlerhaften Fahreridentifikation auf dem Beweisfoto führen.
  • check_circleTechnik: Das VKS-Videosystem ist komplex; eine Prüfung der vollständigen Videoaufzeichnung kann entlastende Momente (z.B. Bremsmanöver des Vordermanns) aufdecken.

Abstandsblitzer auf der A9 bei Himmelkron: Wichtige Details zur Messstelle bei km 3.990

Auf der Bundesautobahn 9 in Fahrtrichtung München, im Bereich der Gemeinde Himmelkron, ist eine feste Messanlage zur Überwachung des Sicherheitsabstandes installiert. Dieser Abstandsblitzer bei Abschnitt 280, Kilometer 3.990, ist eine bekannte und sehr aktive Messstelle in Oberfranken. Der Blitzer soll Auffahrunfälle verhindern, die auf diesem stark frequentierten Abschnitt der A9 leider häufig vorkommen.

Lokaler Kontext: Warum wurde dieser Blitzer auf der A9 bei Himmelkron installiert?

Die A9 ist eine der zentralen Nord-Süd-Verkehrsadern in Deutschland. Der Abschnitt bei Himmelkron und dem nahegelegenen Autobahndreieck Bayreuth/Kulmbach ist durch hohes Verkehrsaufkommen, regelmäßige Staus und Baustellen geprägt. Unfallberichte der Polizei zeigen immer wieder, dass unzureichender Sicherheitsabstand eine der Hauptursachen für schwere Auffahrunfälle in dieser Region ist. Insbesondere im dichten Pendler- und Reiseverkehr kommt es hier oft zu plötzlichen Bremsmanövern, die bei zu geringem Abstand schnell zu gefährlichen Kollisionen führen. Die Installation dieses speziellen Abstandsblitzers ist daher eine direkte Reaktion der Verkehrsbehörden auf das hohe Unfallrisiko an diesem neuralgischen Punkt.

Die Messtechnik: Wie funktioniert der Abstandsblitzer vom Typ VKS an dieser Stelle?

An der Messstelle bei Himmelkron kommt ein sogenanntes Videokontrollsystem (VKS), meist vom Typ VKS 3.0 oder dem Nachfolger VKS 4.5, zum Einsatz. Dieses System wird typischerweise auf Autobahnbrücken montiert. So funktioniert die Abstandsmessung:

  • Videoüberwachung: Eine hochauflösende Kamera auf einer Brücke filmt kontinuierlich den fließenden Verkehr über eine längere, fest definierte Messstrecke.
  • Referenzlinien: Auf der Fahrbahn sind weiße, kaum sichtbare Referenzlinien (Passpunkte) aufgebracht. Diese Markierungen sind exakt eingemessen und dienen der Software als Grundlage zur Berechnung.
  • Weg-Zeit-Messung: Die VKS-Software analysiert die Videoaufzeichnungen. Indem sie misst, wie lange ein Fahrzeug benötigt, um von einer Referenzlinie zur nächsten zu gelangen, ermittelt sie präzise dessen Geschwindigkeit. Gleichzeitig wird der räumliche Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug im Videobild erfasst.
  • Beweisdokumentation: Stellt das System einen Abstandsverstoß (gemessen in Sekunden oder als Bruchteil des halben Tachowertes) fest, wird eine Videosequenz des Verstoßes gesichert. Eine zweite, oft tiefer positionierte Kamera, fertigt ein hochauflösendes Foto des Fahrers und des Kennzeichens an, um den Verantwortlichen zu identifizieren.

Bußgelder für Abstandsverstöße (gültig für 2026)

Ein zu geringer Sicherheitsabstand auf der Autobahn kann teuer werden. Die Höhe des Bußgeldes, die Anzahl der Punkte in Flensburg und ein mögliches Fahrverbot hängen von der gefahrenen Geschwindigkeit ab. Der Blitzer auf der A9 bei Himmelkron löst aus, wenn der Mindestabstand unterschritten wird.

Bei Geschwindigkeit unter 100 km/h:

Abstand Bußgeld Punkte Fahrverbot
Weniger als 5/10 des halben Tachowertes 75 € 1 Nein
Weniger als 4/10 des halben Tachowertes 100 € 1 Nein
Weniger als 3/10 des halben Tachowertes 160 € 1 Nein
Weniger als 2/10 des halben Tachowertes 240 € 1 Nein
Weniger als 1/10 des halben Tachowertes 320 € 1 Nein

Bei Geschwindigkeit über 100 km/h:

Abstand Bußgeld Punkte Fahrverbot
Weniger als 5/10 des halben Tachowertes 100 € 1 Nein
Weniger als 4/10 des halben Tachowertes 130 € 1 Nein
Weniger als 3/10 des halben Tachowertes 200 € 2 1 Monat
Weniger als 2/10 des halben Tachowertes 280 € 2 2 Monate
Weniger als 1/10 des halben Tachowertes 400 € 2 3 Monate

Einspruch prüfen? Experten-Tipps und bekannte Schwachstellen der Messung

Ein Bußgeldbescheid von diesem Abstandsblitzer auf der A9 muss nicht zwangsläufig korrekt sein. Die Komplexität des VKS-Messverfahrens bietet durchaus Ansatzpunkte für eine juristische Überprüfung. Ein erfahrener Anwalt für Verkehrsrecht wird insbesondere auf folgende, an dieser Messstelle relevante Aspekte achten:

1. Das „Einscherer-Problem“ im dichten Verkehr

Gerade auf der stark befahrenen A9 bei Himmelkron ist der plötzliche Spurwechsel anderer Fahrzeuge an der Tagesordnung. Wenn ein anderes Fahrzeug knapp vor Ihnen einschert, verkürzt sich Ihr eigener Sicherheitsabstand unverschuldet und abrupt. Die Messung könnte genau in diesem Moment auslösen. Ein zentraler juristischer Ansatzpunkt ist hier die Beweisführung, dass der Abstand nicht aus eigenem Verschulden, sondern durch das Fahrmanöver eines Dritten unterschritten wurde. Hierfür ist die Auswertung der vollständigen Videosequenz entscheidend. Es ist ein bekanntes Problem, dass die Behörden oft nur einen kurzen Clip als Beweis vorlegen, der die Vorgeschichte des Verstoßes – also das Einscheren – nicht zeigt. Ein Anwalt kann die Herausgabe der kompletten, oft vorgeschriebenen 300-Meter-Videoaufzeichnung fordern, um zu prüfen, ob ein solcher „Einscherer-Fall“ vorlag.

2. Fehlerhafte Fahreridentifikation durch Schattenwurf der Brücke

Die Messanlage ist an einer Brücke montiert. Je nach Sonnenstand kann der Schatten der Brückenkonstruktion genau auf den Fahrzeuginnenraum fallen, wenn das Fahrerfoto erstellt wird. Dies kann die Identifizierung des Fahrers erheblich erschweren oder sogar unmöglich machen. Ist das Gesicht auf dem Beweisfoto nicht zweifelsfrei erkennbar, stellt dies einen starken Angriffspunkt dar, da die Fahreridentität eine Grundvoraussetzung für den Bußgeldbescheid ist. Ein Sachverständigengutachten kann hier die Licht- und Schattenverhältnisse zum Tatzeitpunkt rekonstruieren.

3. Formale Messfehler und veraltete Referenzlinien

Die Genauigkeit der Abstandsmessung hängt maßgeblich von der korrekten Einrichtung der Messstelle ab. Die weißen Referenzlinien auf dem Asphalt müssen exakt vermessen und dokumentiert sein. Durch Witterungseinflüsse und Abnutzung der Fahrbahndecke können diese Markierungen verblassen oder ihre Position minimal verändern, was zu Messungenauigkeiten führen kann. Ein Anwalt kann das Messprotokoll und die Eichscheine des Gerätes anfordern, um zu prüfen, ob die Anlage zum Tatzeitpunkt ordnungsgemäß gewartet, geeicht und nach Herstellervorgaben aufgebaut war. Fehler in diesen Dokumenten können zu einem Verwertungsverbot der Messung führen.

Fazit: Wenn Sie von diesem Blitzer auf der A9 bei Himmelkron erfasst wurden, lohnt sich eine genaue Prüfung des Bußgeldbescheides. Die komplexen technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Abstandsmessung bieten diverse Ansatzpunkte für einen erfolgreichen Einspruch.

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So sieht der Bescheid aus

Wenn Sie an dieser Stelle geblitzt wurden, erhalten Sie in der Regel folgendes Schreiben der Bußgeldstelle. Vergleichen Sie die Daten im sogenannten VKS-Muster-Bescheid:

Zentrale Bußgeldstelle

Polizeipräsidium Bayern

MUSTER-BESCHEID

Anhörung im Bußgeldverfahren

Sehr geehrte(r) Herr/Frau [MUSTERNAME],

Ihnen wird zur Last gelegt, am [TT.MM.JJJJ] um [HH:MM] Uhr in Himmelkron, A9, km Abschnitt 280, km 3.990, Fahrtrichtung Fahrtrichtung München als Führer des PKW [AB-CD 123] folgende Ordnungswidrigkeit begangen zu haben:

Sie hielten bei einer Geschwindigkeit von [123] km/h den erforderlichen Abstand von [XX,XX] m zum vorausfahrenden Fahrzeug nicht ein. Ihr Abstand betrug [YY,YY] m und damit weniger als [X/10] des halben Tachowertes. Toleranzen sind zu Ihren Gunsten berücksichtigt.

§ 4 Abs. 1, § 49 StVO; § 24 Abs. 1, 3 Nr. 5 StVG; 12.6.2 BKat

Beweismittel: Foto, VKS 3.0 / VKS 4.5 (Videokontrollsystem) Messung / [2025-XX-YY_Aktenzeichen]

Zeuge: [Name des Beamten], Verkehrspolizeiinspektion Bayern

Nach § 55 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) wird Ihnen hiermit Gelegenheit gegeben, zu dem Vorwurf Stellung zu nehmen. Es steht Ihnen frei, sich zu der Beschuldigung zu äußern oder nicht zur Sache auszusagen.

Sie sind aber in jedem Fall - auch wenn Sie die Ordnungswidrigkeit nicht begangen haben - verpflichtet, den Anhörungsbogen zu berichtigen oder zu vervollständigen, jedoch nur, soweit diese Angaben unrichtig oder unvollständig sind (§ 46 Abs. 1 OWiG i.V.m. § 163 b StPO). Die Verletzung dieser Pflicht ist nach § 111 OWiG mit Geldbuße bedroht. Der Anhörungsbogen ist innerhalb einer Woche ab Zugang dieses Schreibens zurückzusenden.

MUSTER
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Zuständige Behörde

Für die behördliche Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten am Blitzer Abstandsblitzer A9 bei Himmelkron (Brückenmessung) ist in der Regel folgende Verwaltungsstelle zuständig:

location_city Postanschrift

Zentrale Bußgeldstelle im Bayerischen Polizeiverwaltungsamt
-

contact_support Erreichbarkeit

  • phone-
  • language-
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Bußgeldrechner

Zu erwartende Strafe (Katalog 2024):

Bußgeld100
Punkte1
FahrverbotKeins

*Alle Angaben ohne Gewähr. Zzgl. 28,50 € Verwaltungsgebühr. Ein Einspruch kann sich besonders bei Messverfahren wie VKS 3.0 lohnen.

Häufige Fragen (FAQ)

Die wichtigsten und juristisch relevanten Antworten rund um den Abstandsblitzer Abstandsblitzer A9 bei Himmelkron (Brückenmessung).

Ja, gerade an Messstellen wie hier auf der A9 (bei km Abschnitt 280, km 3.990) passieren bei Systemen wie dem VKS 3.0 / VKS 4.5 (Videokontrollsystem) häufig Fehler. Oft sind Referenzlinien durch Abnutzung nicht mehr aktuell kalibriert oder das Beweisfoto ist durch lokale Lichtverhältnisse weichgezeichnet. Eine rechtliche Prüfung deckt solche Verfahrensfehler auf und kann vor einem Fahrverbot bewahren.
Nach Zustellung des endgültigen Bußgeldbescheides der Behörde haben Sie exakt 14 Tage (zwei Wochen) Zeit, um form- und fristgerecht Einspruch einzulegen. Nach Verstreichen dieser Frist wird der Bescheid rechtskräftig und das Bußgeld muss gezahlt werden.
Allerdings. Bei der Auswertung der polizeilichen Videoaufnahmen wird zu Ihren Gunsten eine Toleranz vom gemessenen Abstand und der Geschwindigkeit abgezogen. Dies beträgt in der Regel 5% der gemessenen Geschwindigkeit, mindestens aber 5 km/h.
Ein klassisches Problem, extrem typisch im dichten Verkehr auf der A9: Wenn ein drittes Fahrzeug kurz vor dem Überwachungsbereich unerwartet vor Ihnen einschert, verringert sich Ihr Abstand unverschuldet drastisch. Da das Blitzer-System eine über 300 Meter relativ konstante Abstands-Unterschreitung nachweisen muss, ist ein "Einscherer" einer der erfolgreichsten juristischen Einspruchsgründe.
gavel
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Tipp zur Einspruchsprüfung

Das "Einscherer-Problem"

Oft entsteht ein zu geringer Abstand nicht durch eigenes Verschulden, sondern durch ein Fahrzeug, das kurz vor der Messstelle knapp einschert. Das VKS 3.0 muss eine Strecke von ca. 300m lückenlos dokumentieren. Wenn der Sicherheitsabstand erst durch einen Dritten unterschritten wurde, ist der Bußgeldbescheid oft anfechtbar.

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Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr. Für rechtliche Beratung wenden Sie sich an einen Fachanwalt für Verkehrsrecht.
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