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Autobahn Abstandsblitzer Messstelle Abstandsblitzer A99 Grasbrunn Richtung AK-Süd auf der A 99
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Abstandsblitzer A99 Grasbrunn Richtung AK-Süd

A 99Bayern • km 0.400

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Verkehrsrecht-Redaktion

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Zuletzt aktualisiert

23. Juni 2021

Standort Details

Abstandsblitzer A99 Grasbrunn Richtung AK-Süd

A 99, KM 0.400.
Präzise Ortung am angegebenen Bauwerk.

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Analyse Abstandsblitzer A99 Grasbrunn Richtung AK-Süd

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Auf einen Blick: VKS 3.0 bei km 0.400

  • check_circleDie Messung erfolgt von einer Brücke; je nach Sonnenstand kann deren Schattenwurf das Fahrerfoto unbrauchbar machen.
  • check_circleAuf diesem stark befahrenen Abschnitt der A99 ist das 'Einscherer-Problem' im Pendlerverkehr eine häufige, unverschuldete Ursache für einen Verstoß.
  • check_circleDas Messgerät VKS 3.0 erfordert eine lange, lückenlose Videoaufzeichnung, um einen vorwerfbaren Verstoß zu belegen – diese ist oft ein entscheidender Angriffspunkt.
  • check_circleDie Messstelle liegt direkt vor der Verflechtung mit der A8, was zu unvorhersehbaren Bremsmanövern und Spurwechseln führt.

Abstandsblitzer auf der A99 bei Grasbrunn, Fahrtrichtung Autobahnkreuz München-Süd (km 0.400)

Auf dem Autobahnring München, der A99, ist ein stationärer Abstandsblitzer in der Nähe von Grasbrunn installiert. Diese Messanlage befindet sich bei Abschnitt 500, Kilometer 0.400 in Fahrtrichtung des Autobahnkreuzes München-Süd, wo die A99 auf die A8 in Richtung Salzburg trifft. Dieser Bereich ist ein bekannter Unfallschwerpunkt und zeichnet sich durch extrem hohes Verkehrsaufkommen aus, insbesondere im täglichen Pendlerverkehr. Der Blitzer soll hier durch die Überwachung des Sicherheitsabstands für mehr Sicherheit sorgen und Drängler zur Verantwortung ziehen.

Lokaler Kontext: Warum wird der Sicherheitsabstand gerade hier überwacht?

Der Autobahnring A99 um München ist eine der meistbefahrenen Autobahnen Deutschlands. Speziell der Abschnitt im Münchner Osten bei Grasbrunn in Richtung des Autobahnkreuzes München-Süd ist notorisch für dichten Verkehr, häufigen Stau und eine hohe Unfallrate. Das hohe Verkehrsaufkommen, das durch Pendler und den Reiseverkehr in Richtung der Alpen entsteht, führt oft zu gefährlichen Situationen, in denen der Sicherheitsabstand massiv unterschritten wird. Auffahrunfälle sind hier an der Tagesordnung. Die Installation des Abstandsblitzers an dieser neuralgischen Stelle ist eine direkte Reaktion der Behörden auf die Unfallstatistiken, um die Verkehrssicherheit auf diesem kritischen Teilstück der A99 zu erhöhen.

Die Messstelle liegt kurz vor dem Übergang zur A8, einem Punkt, an dem sich der Verkehr oft verdichtet und Spurwechsel häufiger werden. Dies erhöht das Risiko von plötzlichen Bremsmanövern und unvorhersehbaren Verkehrssituationen, was die Einhaltung eines korrekten Sicherheitsabstands umso wichtiger macht.

Wie funktioniert die Abstandsmessung mit dem VKS 3.0 an dieser Stelle?

An diesem Standort kommt in der Regel das Video-Kontroll-System VKS 3.0 der Firma VIDIT Systems GmbH zum Einsatz. Dieses System wird von einer Autobahnbrücke aus betrieben und ist darauf spezialisiert, sowohl Abstands- als auch Geschwindigkeitsverstöße zu dokumentieren. Die Funktionsweise ist komplex und basiert auf einer Weg-Zeit-Messung.

  • Videoaufzeichnung: Zwei Kameras auf einer Brücke filmen den fließenden Verkehr auf einem festgelegten Messbereich von mehreren hundert Metern. Eine Kamera erfasst den gesamten Verkehrsfluss zur Messung, die zweite Kamera dient der hochauflösenden Aufnahme des Fahrers.
  • Referenzlinien: Auf der Fahrbahn sind weiße, kaum sichtbare Referenzlinien (Messpunkte) markiert. Die genauen Abstände zwischen diesen Linien wurden zuvor exakt vermessen und im System hinterlegt.
  • Auswertung: Eine spezielle Software analysiert die Videoaufzeichnungen. Sie berechnet die Zeit, die ein Fahrzeug benötigt, um von einer Referenzlinie zur nächsten zu gelangen, und ermittelt daraus die exakte Geschwindigkeit. Gleichzeitig wird der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug in Relation zur gefahrenen Geschwindigkeit gesetzt.

Wird ein Verstoß gegen den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand (halber Tachowert in Metern) festgestellt, wird die Sequenz gespeichert und ein Fall für die Bußgeldstelle erstellt. Das System gilt als präzise, ist jedoch nicht frei von potenziellen Fehlerquellen.

Experten-Einblicke: Juristische Ansatzpunkte für einen Einspruch

Obwohl das VKS 3.0 als standardisiertes Messverfahren gilt, bietet jeder Bußgeldbescheid, der auf einer solchen Messung basiert, Potenzial für eine genaue anwaltliche Prüfung. Bestimmte Schwachstellen sind bei diesem Abstandsblitzer an der A99 bei Grasbrunn bekannt und können einen Einspruch rechtfertigen:

1. Die Problematik des plötzlichen „Einscherers“

Gerade im dichten Berufsverkehr auf der A99 ist das „Einscherer“-Problem relevant. Wenn ein anderes Fahrzeug knapp vor Ihnen die Spur wechselt, verkürzt sich Ihr Sicherheitsabstand unverschuldet und abrupt. Die Messanlage registriert in diesem Moment einen Verstoß. Für eine rechtmäßige Ahndung muss der Abstand aber über eine längere Strecke und vorwerfbar unterschritten worden sein. Ein erfahrener Anwalt für Verkehrsrecht wird prüfen, ob die Videoaufzeichnung eine solche Situation zeigt. Entscheidend ist hierbei, ob die Behörde eine ausreichend lange Messstrecke per Video dokumentiert hat. Fehlt beispielsweise eine lückenlose 300-Meter-Videoaufzeichnung vor dem eigentlichen Messpunkt, kann oft nicht ausgeschlossen werden, dass ein Einscher-Vorgang den Verstoß verursacht hat, was die Verwertbarkeit der Messung infrage stellt.

2. Fehlerhafte Fahreridentifikation durch Schattenwurf

Die Messanlage ist auf einer Brücke montiert. Je nach Sonnenstand kann der Schatten dieser Brücke genau in den Bereich fallen, in dem das hochauflösende Foto des Fahrers erstellt wird. Ein solcher Schattenwurf kann das Gesicht des Fahrers so stark verdunkeln, dass eine zweifelsfreie Identifizierung auf dem Blitzerfoto unmöglich wird. Ist der Fahrer nicht klar erkennbar, ist ein zentraler Punkt des Bußgeldverfahrens – die Fahrerhaftung – nicht gegeben. Ein Anwalt kann Akteneinsicht beantragen, um die Qualität des Beweisfotos genau zu prüfen. Dies ist ein häufiger und erfolgreicher Ansatzpunkt für einen Einspruch bei diesem Blitzer-Typ.

3. Ungenaue Messung durch veraltete Referenzlinien

Die Genauigkeit des VKS 3.0 Systems hängt entscheidend von den exakt vermessenen Referenzlinien auf der Fahrbahn ab. Durch Witterungseinflüsse, Abnutzung oder Bauarbeiten kann die Sichtbarkeit und sogar die Position dieser Markierungen beeinträchtigt werden. Zwar müssen diese Linien regelmäßig neu vermessen und geeicht werden, doch die Messprotokolle sind nicht immer fehlerfrei. Eine anwaltliche Akteneinsicht kann aufdecken, ob die letzte Eichung der Messstrecke ordnungsgemäß dokumentiert wurde oder ob es Anhaltspunkte für eine fehlerhafte Einmessung gibt. Schon geringe Abweichungen können hier zu falschen Messergebnissen führen.

Bußgelder bei Abstandsverstößen (Bußgeldkatalog 2026)

Die Höhe des Bußgeldes, die Anzahl der Punkte in Flensburg und ein mögliches Fahrverbot hängen von der gefahrenen Geschwindigkeit und dem prozentualen Abstand (gemessen am halben Tachowert) ab.

Bei Geschwindigkeit unter 100 km/h:

Verstoß Bußgeld Punkte
Sicherheitsabstand nicht eingehalten 25 € 0
... mit Gefährdung 30 € 0
... mit Sachbeschädigung 35 € 0

Bei Geschwindigkeit über 100 km/h:

Abstand zum Vordermann Bußgeld Punkte Fahrverbot
weniger als 5/10 des halben Tachowertes 75 € 1 -
weniger als 4/10 des halben Tachowertes 100 € 1 -
weniger als 3/10 des halben Tachowertes 160 € 1 -
weniger als 2/10 des halben Tachowertes 240 € 2 1 Monat
weniger als 1/10 des halben Tachowertes 320 € 2 2 Monate

Bei Geschwindigkeit über 130 km/h (Zusatz):

Fahren Sie schneller als 130 km/h, erhöhen sich die Bußgelder für die schwerwiegendsten Verstöße nochmals empfindlich:

  • weniger als 3/10: 160 € -> 240 €
  • weniger als 2/10: 240 € -> 320 €
  • weniger als 1/10: 320 € -> 400 €

Lohnt sich eine Prüfung des Bußgeldbescheides?

Definitiv. Wie die oben genannten Experten-Tipps zeigen, sind Messungen von Abstandsblitzern, insbesondere mit dem VKS 3.0 System, komplex und anfällig für Fehler. Eine anwaltliche Prüfung des Bußgeldbescheids ist fast immer sinnvoll. Ein spezialisierter Fachanwalt für Verkehrsrecht kann die vollständige Ermittlungsakte anfordern, das Messprotokoll, die Eichscheine der Geräte und vor allem die komplette Videoaufzeichnung einsehen. Oft lässt sich so ein Verfahrensfehler oder eine technische Ungenauigkeit nachweisen, die zur Einstellung des Verfahrens oder zumindest zu einer Reduzierung der Strafe führen kann.

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So sieht der Bescheid aus

Wenn Sie an dieser Stelle geblitzt wurden, erhalten Sie in der Regel folgendes Schreiben der Bußgeldstelle. Vergleichen Sie die Daten im sogenannten VKS-Muster-Bescheid:

Zentrale Bußgeldstelle

Polizeipräsidium Bayern

MUSTER-BESCHEID

Anhörung im Bußgeldverfahren

Sehr geehrte(r) Herr/Frau [MUSTERNAME],

Ihnen wird zur Last gelegt, am [TT.MM.JJJJ] um [HH:MM] Uhr in Grasbrunn, A 99, km 0.400, Fahrtrichtung Fahrtrichtung Autobahnkreuz München-Süd / A8 als Führer des PKW [AB-CD 123] folgende Ordnungswidrigkeit begangen zu haben:

Sie hielten bei einer Geschwindigkeit von [123] km/h den erforderlichen Abstand von [XX,XX] m zum vorausfahrenden Fahrzeug nicht ein. Ihr Abstand betrug [YY,YY] m und damit weniger als [X/10] des halben Tachowertes. Toleranzen sind zu Ihren Gunsten berücksichtigt.

§ 4 Abs. 1, § 49 StVO; § 24 Abs. 1, 3 Nr. 5 StVG; 12.6.2 BKat

Beweismittel: Foto, VKS 3.0 Messung / [2025-XX-YY_Aktenzeichen]

Zeuge: [Name des Beamten], Verkehrspolizeiinspektion Bayern

Nach § 55 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) wird Ihnen hiermit Gelegenheit gegeben, zu dem Vorwurf Stellung zu nehmen. Es steht Ihnen frei, sich zu der Beschuldigung zu äußern oder nicht zur Sache auszusagen.

Sie sind aber in jedem Fall - auch wenn Sie die Ordnungswidrigkeit nicht begangen haben - verpflichtet, den Anhörungsbogen zu berichtigen oder zu vervollständigen, jedoch nur, soweit diese Angaben unrichtig oder unvollständig sind (§ 46 Abs. 1 OWiG i.V.m. § 163 b StPO). Die Verletzung dieser Pflicht ist nach § 111 OWiG mit Geldbuße bedroht. Der Anhörungsbogen ist innerhalb einer Woche ab Zugang dieses Schreibens zurückzusenden.

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Zuständige Behörde

Für die behördliche Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten am Blitzer Abstandsblitzer A99 Grasbrunn Richtung AK-Süd ist in der Regel folgende Verwaltungsstelle zuständig:

location_city Postanschrift

Zentrale Bußgeldstelle im Bayerischen Polizeiverwaltungsamt
Mönchshofstraße 43, 94234 Viechtach

contact_support Erreichbarkeit

  • phone09942 952-580
  • languagehttps://www.polizei.bayern.de/wir-ueber-uns/organisation/pva/index.html
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Bußgeldrechner

Zu erwartende Strafe (Katalog 2024):

Bußgeld100
Punkte1
FahrverbotKeins

*Alle Angaben ohne Gewähr. Zzgl. 28,50 € Verwaltungsgebühr. Ein Einspruch kann sich besonders bei Messverfahren wie VKS 3.0 lohnen.

Häufige Fragen (FAQ)

Die wichtigsten und juristisch relevanten Antworten rund um den Abstandsblitzer Abstandsblitzer A99 Grasbrunn Richtung AK-Süd.

Ja, gerade an Messstellen wie hier auf der A 99 (bei km 0.400) passieren bei Systemen wie dem VKS 3.0 häufig Fehler. Oft sind Referenzlinien durch Abnutzung nicht mehr aktuell kalibriert oder das Beweisfoto ist durch lokale Lichtverhältnisse weichgezeichnet. Eine rechtliche Prüfung deckt solche Verfahrensfehler auf und kann vor einem Fahrverbot bewahren.
Nach Zustellung des endgültigen Bußgeldbescheides der Behörde haben Sie exakt 14 Tage (zwei Wochen) Zeit, um form- und fristgerecht Einspruch einzulegen. Nach Verstreichen dieser Frist wird der Bescheid rechtskräftig und das Bußgeld muss gezahlt werden.
Allerdings. Bei der Auswertung der polizeilichen Videoaufnahmen wird zu Ihren Gunsten eine Toleranz vom gemessenen Abstand und der Geschwindigkeit abgezogen. Dies beträgt in der Regel 5% der gemessenen Geschwindigkeit, mindestens aber 5 km/h.
Ein klassisches Problem, extrem typisch im dichten Verkehr auf der A 99: Wenn ein drittes Fahrzeug kurz vor dem Überwachungsbereich unerwartet vor Ihnen einschert, verringert sich Ihr Abstand unverschuldet drastisch. Da das Blitzer-System eine über 300 Meter relativ konstante Abstands-Unterschreitung nachweisen muss, ist ein "Einscherer" einer der erfolgreichsten juristischen Einspruchsgründe.
gavel
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Tipp zur Einspruchsprüfung

Das "Einscherer-Problem"

Oft entsteht ein zu geringer Abstand nicht durch eigenes Verschulden, sondern durch ein Fahrzeug, das kurz vor der Messstelle knapp einschert. Das VKS 3.0 muss eine Strecke von ca. 300m lückenlos dokumentieren. Wenn der Sicherheitsabstand erst durch einen Dritten unterschritten wurde, ist der Bußgeldbescheid oft anfechtbar.

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Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr. Für rechtliche Beratung wenden Sie sich an einen Fachanwalt für Verkehrsrecht.
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