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Autobahn Abstandsblitzer Messstelle Abstandsblitzer A57 bei Dormagen, km 94.9 auf der A57
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Abstandsblitzer A57 bei Dormagen, km 94.9

A57Nordrhein-Westfalen • km 94.900

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Verkehrsrecht-Redaktion

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Zuletzt aktualisiert

18. Oktober 2024

Standort Details

Abstandsblitzer A57 bei Dormagen, km 94.9

A57, KM 94.900.
Präzise Ortung am angegebenen Bauwerk.

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Analyse Abstandsblitzer A57 bei Dormagen, km 94.9

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Auf einen Blick: VKS 4.5 bei km 94.900

  • check_circleMessung erfolgt vom Brückenbauwerk Nievenheim-West mit dem Video-System VKS 4.5.
  • check_circleHohe 'Einscherer'-Gefahr durch extrem dichten Pendlerverkehr Richtung Köln.
  • check_circleDer Blitzer steht in einem bekannten Unfallschwerpunkt der A57.
  • check_circleSchattenwurf der Brücke kann die Fahreridentifikation auf dem Foto erschweren.

Abstandsblitzer auf der A57 bei Dormagen, km 94.9 in Fahrtrichtung Köln

Auf der Bundesautobahn 57, einer der wichtigsten Pendler-Arterien in Nordrhein-Westfalen, befindet sich bei Kilometer 94.9 im Bereich Dormagen eine fest installierte Messanlage zur Überwachung des Sicherheitsabstands. Dieser Blitzer auf der A57 in Fahrtrichtung Köln ist vielen tausend täglichen Pendlern bekannt und sorgt regelmäßig für Bußgeldbescheide des zuständigen Rhein-Kreis Neuss. Aufgrund der hohen Verkehrsdichte und der Historie schwerer Auffahrunfälle in diesem Abschnitt gilt die Überwachung des Sicherheitsabstands hier als essenziell für die Verkehrssicherheit.

Die genaue Position des Abstandsblitzers und der lokale Kontext

Die Messanlage ist von einer Brücke kurz vor der Anschlussstelle Dormagen aktiv und erfasst den Verkehr in südlicher Richtung nach Köln. Dieser Abschnitt der A57 ist bekannt für sein hohes Verkehrsaufkommen, häufigen zähfließenden Verkehr und eine erhöhte Staugefahr. Zahlreiche Medienberichte über schwere Unfälle, teils mit mehreren beteiligten Fahrzeugen, unterstreichen die Einstufung dieses Bereichs als Unfallschwerpunkt. Genau diese Verkehrslage macht den Vorwurf eines zu geringen Sicherheitsabstands jedoch auch juristisch angreifbar.

Technologie im Einsatz: Das Messsystem VKS 4.5

An diesem Standort kommt das Video-Kontroll-System VKS 4.5 der Firma Vidit Systems zum Einsatz. Anders als bei einer reinen Geschwindigkeitsmessung fertigt dieses System Videoaufzeichnungen des Verkehrsgeschehens an. Aus diesen Videosequenzen wird der Abstand zwischen Fahrzeugen über eine definierte und zuvor amtlich eingemessene Wegstrecke berechnet. Die Auswertung erfolgt nicht vollautomatisch, sondern wird durch geschulte Messbeamte manuell am Computer durchgeführt. Diese manuelle Komponente ist sowohl eine Stärke als auch eine bekannte Schwachstelle des Systems.

Funktionsweise und potenzielle Fehlerquellen der Abstandsmessung

Das VKS 4.5 nutzt auf der Fahrbahn aufgebrachte, weiße Referenzlinien (Passpunkte), um eine exakte Weg-Zeit-Berechnung durchzuführen. Die Videokamera auf der Brücke filmt den gesamten Messbereich. Ein zweites Kamerasystem mit höherer Auflösung dient der Fahreridentifikation und wird ausgelöst, wenn das System einen potenziellen Verstoß registriert. Ein erfahrener Gutachter oder Fachanwalt für Verkehrsrecht wird hier mehrere Ansatzpunkte für eine genaue Prüfung des Bußgeldbescheids finden.

Ein kritischer Experten-Insight betrifft die Datengrundlage der Auswertung. Für eine faire Beurteilung ist nicht nur der Moment der geringsten Distanz entscheidend, sondern das Verkehrsgeschehen über einen längeren Zeitraum. Wurde die zwingend vorgeschriebene, lückenlose Videoaufzeichnung von mindestens 300 Metern vor der eigentlichen Messlinie im Messprotokoll dokumentiert und zur Auswertung herangezogen? Fehlt dieser Nachweis, ist oft nicht nachvollziehbar, ob der geringe Abstand nicht durch eine abrupte Bremsung des Vordermanns oder einen unvorhersehbaren Spurwechsel zustande kam. Ein Einspruch kann hier auf die Notwendigkeit der Analyse des gesamten dynamischen Fahrverlaufs pochen.

Juristische Angriffspunkte und Tipps für einen Einspruch

Ein Bußgeldbescheid von diesem Abstandsblitzer auf der A57 muss nicht das letzte Wort sein. Es gibt gut dokumentierte Schwachstellen, die eine Verteidigung prüfen sollte.

  • Das "Einscherer-Problem": Gerade im dichten Pendlerverkehr auf der A57 Richtung Köln ist das plötzliche Einscheren eines anderen Fahrzeugs keine Seltenheit. Dadurch verkürzt sich der eigene Sicherheitsabstand abrupt und unverschuldet. Die Videoaufzeichnung muss beweisen, dass der Fahrer ausreichend Zeit hatte, den Sicherheitsabstand wiederherzustellen. Ist dies nicht der Fall, fehlt es am notwendigen Verschulden.
  • Fehlerhafte Fahreridentifikation durch Brückenschatten: Die Messanlage befindet sich auf einer Brücke. Je nach Sonnenstand kann es zu starken Schattenwürfen auf der Fahrbahn kommen. Fällt ein solcher Schatten genau im Moment der Auslösung auf die Fahrerkabine, kann dies das hochauflösende Foto des Fahrers unbrauchbar machen. Ist das Gesicht nicht zweifelsfrei zu erkennen, ist eine Verurteilung des Halters oft nicht möglich.
  • Veraltete oder fehlerhafte Referenzlinien: Die weißen Markierungen auf dem Asphalt sind die Berechnungsgrundlage des gesamten Systems. Nach Baumaßnahmen, einer neuen Asphaltdecke oder auch durch simple Abnutzung können diese Markierungen ungenau werden. Ein Verteidiger sollte die Messstellendokumentation anfordern und prüfen, ob die letzte amtliche Einmessung der Referenzlinien aktuell ist und den strengen Vorgaben der PTB (Physikalisch-Technische Bundesanstalt) für das VKS 4.5-System entspricht. Insbesondere nach dem Neubau einer Brücke in diesem Bereich in der Vergangenheit ist eine erneute, dokumentierte Kalibrierung zwingend erforderlich.

Betroffene sollten daher den Anhörungsbogen oder Bußgeldbescheid nicht vorschnell akzeptieren. Eine Prüfung durch einen spezialisierten Anwalt, der Akteneinsicht beantragt und das vollständige Messprotokoll sowie die komplette Videosequenz anfordert, ist oft der Schlüssel zum Erfolg.

Aktueller Bußgeldkatalog 2026 für Abstandsverstöße (Außerorts)

Die Strafen für einen zu geringen Sicherheitsabstand sind empfindlich und richten sich nach der gefahrenen Geschwindigkeit.

Bei Geschwindigkeit über 100 km/h:

Abstand in m (weniger als...) Bußgeld Punkte Fahrverbot
5/10 des halben Tachowertes 103,50 € 1 -
4/10 des halben Tachowertes 133,50 € 1 -
3/10 des halben Tachowertes 203,50 € 2 1 Monat
2/10 des halben Tachowertes 283,50 € 2 2 Monate
1/10 des halben Tachowertes 363,50 € 2 3 Monate

Bei Geschwindigkeit bis 100 km/h:

Tatbestand Bußgeld Punkte
Sicherheitsabstand nicht eingehalten 53,50 € 1
... mit Gefährdung 58,50 € 1
... mit Sachbeschädigung 63,50 € 1

Hinweis: Zu den Bußgeldern kommen stets Bearbeitungsgebühren und Auslagen der Bußgeldstelle hinzu.

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So sieht der Bescheid aus

Wenn Sie an dieser Stelle geblitzt wurden, erhalten Sie in der Regel folgendes Schreiben der Bußgeldstelle. Vergleichen Sie die Daten im sogenannten VKS-Muster-Bescheid:

Zentrale Bußgeldstelle

Polizeipräsidium Nordrhein-Westfalen

MUSTER-BESCHEID

Anhörung im Bußgeldverfahren

Sehr geehrte(r) Herr/Frau [MUSTERNAME],

Ihnen wird zur Last gelegt, am [TT.MM.JJJJ] um [HH:MM] Uhr in Dormagen, A57, km 94.900, Fahrtrichtung Fahrtrichtung Köln als Führer des PKW [AB-CD 123] folgende Ordnungswidrigkeit begangen zu haben:

Sie hielten bei einer Geschwindigkeit von [123] km/h den erforderlichen Abstand von [XX,XX] m zum vorausfahrenden Fahrzeug nicht ein. Ihr Abstand betrug [YY,YY] m und damit weniger als [X/10] des halben Tachowertes. Toleranzen sind zu Ihren Gunsten berücksichtigt.

§ 4 Abs. 1, § 49 StVO; § 24 Abs. 1, 3 Nr. 5 StVG; 12.6.2 BKat

Beweismittel: Foto, VKS 4.5 Messung / [2025-XX-YY_Aktenzeichen]

Zeuge: [Name des Beamten], Verkehrspolizeiinspektion Nordrhein-Westfalen

Nach § 55 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) wird Ihnen hiermit Gelegenheit gegeben, zu dem Vorwurf Stellung zu nehmen. Es steht Ihnen frei, sich zu der Beschuldigung zu äußern oder nicht zur Sache auszusagen.

Sie sind aber in jedem Fall - auch wenn Sie die Ordnungswidrigkeit nicht begangen haben - verpflichtet, den Anhörungsbogen zu berichtigen oder zu vervollständigen, jedoch nur, soweit diese Angaben unrichtig oder unvollständig sind (§ 46 Abs. 1 OWiG i.V.m. § 163 b StPO). Die Verletzung dieser Pflicht ist nach § 111 OWiG mit Geldbuße bedroht. Der Anhörungsbogen ist innerhalb einer Woche ab Zugang dieses Schreibens zurückzusenden.

MUSTER
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Zuständige Behörde

Für die behördliche Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten am Blitzer Abstandsblitzer A57 bei Dormagen, km 94.9 ist in der Regel folgende Verwaltungsstelle zuständig:

location_city Postanschrift

Rhein-Kreis Neuss
Oberstraße 91, 41460 Neuss

contact_support Erreichbarkeit

  • phone02131 928-0
  • languagebussgeldstelle@rhein-kreis-neuss.de
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Bußgeldrechner

Zu erwartende Strafe (Katalog 2024):

Bußgeld100
Punkte1
FahrverbotKeins

*Alle Angaben ohne Gewähr. Zzgl. 28,50 € Verwaltungsgebühr. Ein Einspruch kann sich besonders bei Messverfahren wie VKS 3.0 lohnen.

Häufige Fragen (FAQ)

Die wichtigsten und juristisch relevanten Antworten rund um den Abstandsblitzer Abstandsblitzer A57 bei Dormagen, km 94.9.

Ja, gerade an Messstellen wie hier auf der A57 (bei km 94.900) passieren bei Systemen wie dem VKS 4.5 häufig Fehler. Oft sind Referenzlinien durch Abnutzung nicht mehr aktuell kalibriert oder das Beweisfoto ist durch lokale Lichtverhältnisse weichgezeichnet. Eine rechtliche Prüfung deckt solche Verfahrensfehler auf und kann vor einem Fahrverbot bewahren.
Nach Zustellung des endgültigen Bußgeldbescheides der Behörde haben Sie exakt 14 Tage (zwei Wochen) Zeit, um form- und fristgerecht Einspruch einzulegen. Nach Verstreichen dieser Frist wird der Bescheid rechtskräftig und das Bußgeld muss gezahlt werden.
Allerdings. Bei der Auswertung der polizeilichen Videoaufnahmen wird zu Ihren Gunsten eine Toleranz vom gemessenen Abstand und der Geschwindigkeit abgezogen. Dies beträgt in der Regel 5% der gemessenen Geschwindigkeit, mindestens aber 5 km/h.
Ein klassisches Problem, extrem typisch im dichten Verkehr auf der A57: Wenn ein drittes Fahrzeug kurz vor dem Überwachungsbereich unerwartet vor Ihnen einschert, verringert sich Ihr Abstand unverschuldet drastisch. Da das Blitzer-System eine über 300 Meter relativ konstante Abstands-Unterschreitung nachweisen muss, ist ein "Einscherer" einer der erfolgreichsten juristischen Einspruchsgründe.
gavel
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Tipp zur Einspruchsprüfung

Das "Einscherer-Problem"

Oft entsteht ein zu geringer Abstand nicht durch eigenes Verschulden, sondern durch ein Fahrzeug, das kurz vor der Messstelle knapp einschert. Das VKS 3.0 muss eine Strecke von ca. 300m lückenlos dokumentieren. Wenn der Sicherheitsabstand erst durch einen Dritten unterschritten wurde, ist der Bußgeldbescheid oft anfechtbar.

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Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr. Für rechtliche Beratung wenden Sie sich an einen Fachanwalt für Verkehrsrecht.
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