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Autobahn Abstandsblitzer Messstelle Blitzer BAB 9, km 106,5 in Fahrtrichtung Berlin, Gem. Wiedemar auf der A9
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Blitzer BAB 9, km 106,5 in Fahrtrichtung Berlin, Gem. Wiedemar

A9Sachsen • km 106.5

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Verkehrsrecht-Redaktion

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3. April 2026

Standort Details

Blitzer BAB 9, km 106,5 in Fahrtrichtung Berlin, Gem. Wiedemar

A9, KM 106.5.
Präzise Ortung am angegebenen Bauwerk.

insights

Analyse Blitzer BAB 9, km 106,5 in Fahrtrichtung Berlin, Gem. Wiedemar

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Auf einen Blick: VKS 3.0 bei km 106.5

  • check_circleDie Messung erfolgt von einer Brücke; tiefstehende Sonne kann Schatten auf dem Fahrerfoto verursachen und die Identifizierung erschweren.
  • check_circleNahe Schkeuditzer Kreuz: Hohes Verkehrsaufkommen erhöht das Risiko unverschuldeter Abstandsverstöße durch plötzliches Einscheren anderer Fahrzeuge.
  • check_circleDas VKS 3.0-System erfordert eine lückenlose Videoaufzeichnung. Bei der Akteneinsicht sollte genau auf fehlende Sequenzen geachtet werden.
  • check_circleDer Blitzer steht in einem durch Staus und Unfälle bekannten Bereich, was die Argumentation einer unverschuldeten Abstandsunterschreitung stärken kann.

Abstandsblitzer A9 bei Wiedemar, km 106,5 Richtung Berlin: Eine umfassende Analyse

Auf der Bundesautobahn 9, einer der zentralen Nord-Süd-Verkehrsadern Deutschlands, befindet sich bei Kilometer 106,5 in der Gemarkung Wiedemar eine fest installierte Messanlage zur Überwachung des Sicherheitsabstands. Dieser Blitzer auf der A9 in Fahrtrichtung Berlin ist eine Video-Kontrollanlage, die gezielt Drängler und Fahrer erfasst, die den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug unterschreiten. Aufgrund der hohen Verkehrsdichte, insbesondere durch die Nähe zum Schkeuditzer Kreuz und dem Flughafen Leipzig/Halle, gilt dieser Abschnitt als unfallträchtig. Der hier eingesetzte Abstandsblitzer soll durch die Ahndung von Verstößen die Verkehrssicherheit erhöhen.

Lokaler Kontext: Ein Unfallschwerpunkt am Schkeuditzer Kreuz

Der Messpunkt des Abstandsblitzers bei Wiedemar ist strategisch gewählt. Nur wenige Kilometer nördlich des Schkeuditzer Kreuzes (A9/A14) herrscht ein extrem hohes Verkehrsaufkommen. Pendler, Fernreisende und ein hoher Anteil an Schwerlastverkehr treffen hier aufeinander. Die hohe Dichte an Fahrzeugen führt häufig zu stockendem Verkehr und Staus, was das Risiko für Auffahrunfälle signifikant erhöht. Zeitungsberichte aus der Region belegen immer wieder schwere Verkehrsunfälle, die auf zu geringen Sicherheitsabstand zurückzuführen sind. Die Installation des Blitzers ist eine direkte Reaktion der Behörden auf diese lokale Gefahrenlage, um die Einhaltung des Sicherheitsabstands zu erzwingen und die Unfallzahlen zu senken.

Wie funktioniert der Blitzer bei Wiedemar? Das Messgerät VKS 3.0 im Detail

An diesem Standort kommt in der Regel das videobasierte Messsystem VKS 3.0 (Verkehrskontrollsystem) zum Einsatz. Dieses System arbeitet nicht mit einem klassischen Blitz, sondern mit mehreren Kameras, die meist auf einer Autobahnbrücke montiert sind. Eine Übersichtskamera filmt den Verkehr über eine längere, exakt vermessene Strecke. Auf der Fahrbahn sind weiße Referenzlinien markiert, die dem System bei der Auswertung als Grundlage für die Weg-Zeit-Berechnung dienen. Das VKS 3.0-System erfasst also nicht nur einen kurzen Moment, sondern das Verkehrsgeschehen über mehrere hundert Meter.

Stellt die Software einen potenziellen Abstandsverstoß fest, wird eine zweite, hochauflösende Kamera aktiviert. Diese fertigt das entscheidende Foto zur Identifizierung des Fahrers und des Kennzeichens an. Die Auswertung der Videosequenz erfolgt erst später manuell durch geschulte Beamte der Bußgeldstelle. Diese ermitteln aus der Videoaufzeichnung die exakte Geschwindigkeit beider Fahrzeuge und den Abstand zueinander über die Messstrecke. Nur wenn der Verstoß als eindeutig und verfolgungswürdig eingestuft wird, wird ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

Juristische Einordnung und mögliche Ansatzpunkte für einen Einspruch

Ein Bußgeldbescheid von diesem Abstandsblitzer auf der A9 ist nicht immer unanfechtbar. Gerade die Komplexität des VKS 3.0-Messverfahrens bietet verschiedene Ansatzpunkte für eine anwaltliche Überprüfung. Ein Experte für Verkehrsrecht wird bei der Akteneinsicht besonders auf folgende Aspekte achten:

  • Das "Einscherer"-Problem im dichten Verkehr: Ein häufiger und juristisch relevanter Einwand ist das plötzliche und unvorhersehbare Einscheren eines anderen Fahrzeugs. Gerade im dichten Pendlerverkehr rund um das Schkeuditzer Kreuz kann dies den eigenen Sicherheitsabstand unverschuldet und abrupt verkürzen. Die Beweislast liegt hier bei der Behörde. Ein erfahrener Gutachter kann anhand der lückenlosen Videoaufzeichnung oft nachweisen, dass der Abstand nicht über eine längere Strecke schuldhaft unterschritten wurde, sondern durch das Fahrmanöver eines Dritten zustande kam.
  • Vollständigkeit der Videoaufzeichnung: Für eine rechtssichere Verurteilung ist eine durchgehende Videoaufzeichnung der Tat über eine Strecke von mindestens 250-300 Metern zwingend erforderlich. Fehlen Teile dieser Aufzeichnung oder ist sie aus technischen Gründen lückenhaft, kann die Messung als nicht verwertbar angesehen werden. Ein Anwalt wird die Messakte genau daraufhin überprüfen, ob die gesamte Sequenz vorliegt und eine valide Auswertung zulässt.
  • Fahreridentifikation bei schwierigen Lichtverhältnissen: Die Messanlage ist auf einer Brücke montiert. Je nach Tages- und Jahreszeit kann es durch den Brückenschatten zu schwierigen Lichtverhältnissen auf dem Fahrerfoto kommen. Tiefer Sonnenstand kann zu starkem Schattenwurf im Fahrzeuginnenraum führen, was die eindeutige Identifizierung des Fahrers erheblich erschwert oder sogar unmöglich macht. Ist das Gesicht nicht zweifelsfrei zu erkennen, kann die Fahreridentität erfolgreich bestritten werden.
  • Zustand der Fahrbahnmarkierungen: Die weißen Referenzlinien auf der Fahrbahn sind die Grundlage der gesamten Messung. Sind diese durch Abnutzung, Baumaßnahmen oder Witterungseinflüsse veraltet, schlecht sichtbar oder fehlerhaft eingemessen, kann dies die gesamte Berechnung verfälschen. Ein Sachverständigengutachten kann hier Klarheit schaffen und die Messung angreifbar machen.

Bußgelder für Abstandsverstöße (gemäß Bußgeldkatalog 2026)

Die Höhe des Bußgeldes, die Anzahl der Punkte in Flensburg und ein mögliches Fahrverbot hängen von der gefahrenen Geschwindigkeit und dem prozentualen Anteil des unterschrittenen Abstands (vom "halben Tachowert") ab.

Bei Geschwindigkeit über 100 km/h:

Abstand zum Vordermann Bußgeld Punkte Fahrverbot
Weniger als 5/10 des halben Tachowertes 75 € 1 Nein
Weniger als 4/10 des halben Tachowertes 100 € 1 Nein
Weniger als 3/10 des halben Tachowertes 160 € 2 1 Monat
Weniger als 2/10 des halben Tachowertes 240 € 2 2 Monate
Weniger als 1/10 des halben Tachowertes 320 € 2 3 Monate

Bei Geschwindigkeit bis 100 km/h:

Abstandsverstoß Bußgeld Punkte
Sicherheitsabstand nicht eingehalten 25 € 0
... mit Gefährdung 30 € 0
... mit Sachbeschädigung 35 € 0

Tipp vom Experten: Einspruch immer prüfen lassen

Wenn Sie einen Anhörungsbogen oder Bußgeldbescheid aufgrund einer Messung an diesem Blitzer bei Wiedemar erhalten haben, sollten Sie diesen nicht vorschnell akzeptieren. Die Komplexität der Abstandsmessung und die spezifischen lokalen Gegebenheiten bieten oft valide Ansatzpunkte für einen Einspruch. Kontaktieren Sie einen Fachanwalt für Verkehrsrecht, um durch Akteneinsicht prüfen zu lassen, ob die Messung in Ihrem Fall rechtlich haltbar ist oder ob Fehler im Verfahren vorliegen.

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So sieht der Bescheid aus

Wenn Sie an dieser Stelle geblitzt wurden, erhalten Sie in der Regel folgendes Schreiben der Bußgeldstelle. Vergleichen Sie die Daten im sogenannten VKS-Muster-Bescheid:

Zentrale Bußgeldstelle

Polizeipräsidium Sachsen

MUSTER-BESCHEID

Anhörung im Bußgeldverfahren

Sehr geehrte(r) Herr/Frau [MUSTERNAME],

Ihnen wird zur Last gelegt, am [TT.MM.JJJJ] um [HH:MM] Uhr in Wiedemar, A9, km 106.5, Fahrtrichtung Fahrtrichtung Berlin als Führer des PKW [AB-CD 123] folgende Ordnungswidrigkeit begangen zu haben:

Sie hielten bei einer Geschwindigkeit von [123] km/h den erforderlichen Abstand von [XX,XX] m zum vorausfahrenden Fahrzeug nicht ein. Ihr Abstand betrug [YY,YY] m und damit weniger als [X/10] des halben Tachowertes. Toleranzen sind zu Ihren Gunsten berücksichtigt.

§ 4 Abs. 1, § 49 StVO; § 24 Abs. 1, 3 Nr. 5 StVG; 12.6.2 BKat

Beweismittel: Foto, VKS 3.0 Messung / [2025-XX-YY_Aktenzeichen]

Zeuge: [Name des Beamten], Verkehrspolizeiinspektion Sachsen

Nach § 55 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) wird Ihnen hiermit Gelegenheit gegeben, zu dem Vorwurf Stellung zu nehmen. Es steht Ihnen frei, sich zu der Beschuldigung zu äußern oder nicht zur Sache auszusagen.

Sie sind aber in jedem Fall - auch wenn Sie die Ordnungswidrigkeit nicht begangen haben - verpflichtet, den Anhörungsbogen zu berichtigen oder zu vervollständigen, jedoch nur, soweit diese Angaben unrichtig oder unvollständig sind (§ 46 Abs. 1 OWiG i.V.m. § 163 b StPO). Die Verletzung dieser Pflicht ist nach § 111 OWiG mit Geldbuße bedroht. Der Anhörungsbogen ist innerhalb einer Woche ab Zugang dieses Schreibens zurückzusenden.

MUSTER
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Zuständige Behörde

Für die behördliche Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten am Blitzer Blitzer BAB 9, km 106,5 in Fahrtrichtung Berlin, Gem. Wiedemar ist in der Regel folgende Verwaltungsstelle zuständig:

location_city Postanschrift

Zentrale Bußgeldstelle der Landesdirektion Sachsen
PF 10 06 53, 09006 Chemnitz

contact_support Erreichbarkeit

  • phone0371 495-0
  • languagewww.lds.sachsen.de/anhoerung
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Bußgeldrechner

Zu erwartende Strafe (Katalog 2024):

Bußgeld100
Punkte1
FahrverbotKeins

*Alle Angaben ohne Gewähr. Zzgl. 28,50 € Verwaltungsgebühr. Ein Einspruch kann sich besonders bei Messverfahren wie VKS 3.0 lohnen.

Häufige Fragen (FAQ)

Die wichtigsten und juristisch relevanten Antworten rund um den Abstandsblitzer Blitzer BAB 9, km 106,5 in Fahrtrichtung Berlin, Gem. Wiedemar.

Ja, gerade an Messstellen wie hier auf der A9 (bei km 106.5) passieren bei Systemen wie dem VKS 3.0 häufig Fehler. Oft sind Referenzlinien durch Abnutzung nicht mehr aktuell kalibriert oder das Beweisfoto ist durch lokale Lichtverhältnisse weichgezeichnet. Eine rechtliche Prüfung deckt solche Verfahrensfehler auf und kann vor einem Fahrverbot bewahren.
Nach Zustellung des endgültigen Bußgeldbescheides der Behörde haben Sie exakt 14 Tage (zwei Wochen) Zeit, um form- und fristgerecht Einspruch einzulegen. Nach Verstreichen dieser Frist wird der Bescheid rechtskräftig und das Bußgeld muss gezahlt werden.
Allerdings. Bei der Auswertung der polizeilichen Videoaufnahmen wird zu Ihren Gunsten eine Toleranz vom gemessenen Abstand und der Geschwindigkeit abgezogen. Dies beträgt in der Regel 5% der gemessenen Geschwindigkeit, mindestens aber 5 km/h.
Ein klassisches Problem, extrem typisch im dichten Verkehr auf der A9: Wenn ein drittes Fahrzeug kurz vor dem Überwachungsbereich unerwartet vor Ihnen einschert, verringert sich Ihr Abstand unverschuldet drastisch. Da das Blitzer-System eine über 300 Meter relativ konstante Abstands-Unterschreitung nachweisen muss, ist ein "Einscherer" einer der erfolgreichsten juristischen Einspruchsgründe.
gavel
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Tipp zur Einspruchsprüfung

Das "Einscherer-Problem"

Oft entsteht ein zu geringer Abstand nicht durch eigenes Verschulden, sondern durch ein Fahrzeug, das kurz vor der Messstelle knapp einschert. Das VKS 3.0 muss eine Strecke von ca. 300m lückenlos dokumentieren. Wenn der Sicherheitsabstand erst durch einen Dritten unterschritten wurde, ist der Bußgeldbescheid oft anfechtbar.

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Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr. Für rechtliche Beratung wenden Sie sich an einen Fachanwalt für Verkehrsrecht.
gavel

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